Chronik

Acht Bürger waren es, die sich am 17. Mai 1931 in der Gaststätte Ruthenbeck in Obersprockhövel zusammenfanden, um einen Kaninchen-Zucht-Verein zu gründen. Der „Einberufer“ dieser Zusammenkunft war Robert Schulten, der auch laut Gründungsprotokoll zum ersten Vorsitzenden des Vereins gewählt wurde.

Die Gründungsmitglieder waren: Robert Schulten, Gustav Gerhardt, Fritz äckersberg, Erich Kopperschläger, August Vorthmann, Hugo Loose, Ewald Weber und Walter Hilgenstock.

Die Gründer gaben dem Verein den Namen „KZV Einigkeit Obersprockhövel“. Die damalig sehr hohe Arbeitslosigkeit und die weltweit schlechte wirtschaftliche Lage trugen wohl sehr zur Vereinsgründung bei. Dies gab aber gleichzeitig den Anlaß, daß schon schnell einige Mitglieder wieder absprangen.

Der Verein schloß sich dem Kreisverband Ennepe-Ruhr-Süd an. Die Kreissitzungen in Gevelsberg, Schwelm und Ennepetal wurden mit dem Fahrrad besucht. Im Gründungsjahr stellten Mitglieder des Vereins bereits 14 Tiere auf der Kreisschau und 5 Tiere auf der Landesschau aus. Im Jahre 1932 gründeten die Frauen der Kaninchenzüchter bereits eine eigene Frauengruppe (Selbstverwertungsgruppe). In den nächsten sieben Jahrzehnten sollte diese positive Verbindung zwischen Kaninchen-Zucht-Verein auf der einen Seite und der Frauengruppe auf der anderen Seite ein Garant für erfolgreiche Vereinsarbeit darstellen. Ebenfalls im Jahre 1932 fand die erste Lokalausstellung unter primitivsten Verhältnissen statt. Es waren keine eigenen Käfige vorhanden und die Räumlichkeiten waren nicht zufriedenstellend.

Das war wohl auch der Hauptgrund, dass der Verein im Jahre 1936 seinen Sitz verlagerte und in die Gaststätte Ascherfeld nach Oberstüter umzog. Dort war ein großer Saal vorhanden und Ausstellungen und Feiern konnten großzügiger aufgezogen werden. Der Verein hieß nun Kaninchen-Zucht Verein Oberstüter. Der furchtbare Krieg ging natürlich auch nicht spurlos am KZV Oberstüter vorbei; die Vereinsarbeit musste einige Zeit ruhen. Nach Kriegsende ging es aber mit neuem Mut los.

Im Januar 1956 wechselte der Verein aus verkehrstechnischen Gründen in den Kreisverband Hattingen über. Als dann im Jahre 1978 der Vereinswirt Adolf Ascherfeld sein Lokal schloß, fand der Verein in der Gaststätte „Zur Bergschänke“ (Kurt Killmann) in Niederstüter seine neue Heimat.

Der Vereinsname wurde mittlerweile auf „KZV W 541 Stüter“ gekürzt. Diesen Namen trägt der Verein im Prinzip noch heute, allerdings wird mittlerweile von Rassekaninchenzucht-Vereinen gesprochen.

Im Jahre des Vereinsumzuges 1978 wurden nach Beschluß des Landesverbandes auch die drei Kreisgruppen Hattingen, Witten und Ennepetal zum neuen Großkreisverband Ennepe-Ruhr zusammengeschlossen. Einige Mitglieder des W 541 Stüter gehörten bereits in den frühen Jahren dem Vorstand des Kreisverbandes Ennepe-Ruhr an (Ursel Krefting, Günter Krefting, Werner Steinbrink und Jürgen Vogelbruch).

Drei Jahre später, im Mai 1981 konnten wir das 50 jährige Vereinsjubiläum in Hattingen-Bredenscheid in der Mehrzweckhalle feiern. Über 300 Gäste gaben dieser Veranstaltung einen würdigen Rahmen. Auch die Jubiläumsfeier unserer Frauengruppe im Jahre 1982 in der „Glück-Auf-Halle“ in Sprockhövel wird den über 400 Gästen noch in bester Erinnerung sein.

In den letzten 20 bis 25 Jahren hat sich der KZV W 541 Stüter zu einem der größten Vereine im Kreisverband Ennepe-Ruhr entwickelt. Zahlreiche Ausstellungen fanden seitdem regelmäßig in Stüter statt. Neben der alljährlichen Lokalschau waren es vor allem Kreisschauen, Kreisrammlerschauen, Kreisjungtierschauen aber auch Vergleichs- oder allgemeine Ausstellungen, die viel Beachtung bei den Züchtern und in der Öffentlichkeit fanden. Die Städte Hattingen und Sprockhövel stellten dem KZV W 541 Stüter dafür ihre Mehrzweckhallen zur Verfügung. Damit konnten diese Ausstellungen in einem großzügigen Rahmen durchgeführt werden, um in der breiten Öffentlichkeit mit ansprechender Atmosphäre für unser schönes Hobby zu werben.

Im Jahre 2006 konnte der Rassekaninchenzucht-Verein W 541 Stüter sein 75-jähriges Jubiläum feiern. Dazu wurde im Mai 2006 eine große Jubiläumsfeier durchgeführt. Pünktlich im Jubiläumsjahr gingen auch die über zweijährigen Arbeiten zur Renovierung der Bürgerbegegnungsstätte Niederstüter mit den sich anschließenden Ausstellungshallen und unserem neuen Vereinsheim so langsam zu Ende. Wir freuen uns, hier ideale Bedingungen für unsere Veranstaltungen gefunden zu haben und danken auf diesem Wege auch dem Förderverein Bürgerbegegnungsstätte Niederstüter e.V. für die gute Zusammenarbeit und der vereinbarten langfristigen Bindung.

Im Jubiläumsjahr 2006 hatte der Kaninchen-Zucht-Verein Stüter insgesamt 29 Altzüchter und 7 Jungzüchter gemeldet und in der Frauengruppe w 452 Stüter sind 16 Frauen organisiert.

Im Spätsommer 2006 verstarb unser jahrzehntelanges Vorstandsmitglied Helmut Vogelbruch im Alter von 81 Jahren. Zum Gedenken an unser Ehrenmitglied wurde im Jahre 2007 eine „Helmut-Vogelbruch-Gedächtnisschau“ als Vergleichsschau durchgeführt, die über die Grenzen hinaus großen Anklang fand.

Die Frauengruppe Stüter, die sich mittlerweile Handarbeits- und Kreativgruppe w 452 Stüter nennt, konnte im Jahre 2007 auf das 75-jährige Bestehen zurück schauen. Daher führte unser Verein im Jahre 2007 die Kreisschau der Kreisgruppe EN-West durch und verband diese mit der Erzeugnisschau des gesamten EN-Kreises und einer Jubiläumsfeier.

Im Jahre 2010 führten wir gemeinsam mit den Zuchtfreunden des RKZV W 55 Bochum mit ihrem Vorsitzenden Detlef Schoppmeier eine Allgemeine Jungtierschau als  „1. Hügellandschau“ durch. Mit über 330 ausgestellten Kaninchen war diese Veranstaltung ein voller Erfolg und die Kapazität unserer Ausstellungshallen auch erreicht.

Im Januar 2009 stellte der langjährige Vorsitzende Heinz-Werner Schöneberg sein Amt aus gesundheitliche Gründen zur Verfügung. Zum neuen 1. Vorsitzenden wurde sein bisheriger Stellvertreter Jürgen Vogelbruch gewählt. Der Zuchtfreund Heinz-Werner Schöneberg wurde aufgrund seiner großen Verdienste zum Ehrenmitglied des RKZV W 541 Stüter ernannt.

Im Jahre 2011 konnte der Zuchtfreund Jürgen Vogelbruch sein 50-jähriges Züchterjubiläum feiern. Die Mitglieder des RKZV W 541 Stüter ernannten ihren 1. Vorsitzenden auf der Kreisschau am 3.12.2011 aus diesem Anlass zum Ehrenmitglied. Am 18.02.2012 auf der 35. Rammlerschau des EN-Kreises erhielt der Zuchtfreund Vogelbruch eine weitere Ehrung. Der 1. Kreisverbandsvorsitzende Willi Naumann und der KV-Gruppenvorsitzende Herbert Schwarzelmüller ernannten Jürgen Vogelbruch auf Grund seiner über 35-jährigen Vorstandstätigkeit auf Kreisverbandsebene zum Ehrenmitglied des Kreisverbandes der Rassekaninchenzüchter Ennepe-Ruhr. Im April 2014 fand im Bürgerhaus Oelde die Jahreshauptversammlung des Landesverbandes Westfälischer Rassekaninchenzüchter e.V. statt. Dabei wurde Jürgen Vogelbruch dann auch zum Ehrenmitglied des Landesverbandes ernannt.

Bereits zwei Jahre zuvor, bei der Jahreshauptversammlung des Landesverbandes der Westfälischen Rassekaninchenzüchter ebenfalls in Oelde, wurde auch unserem Zuchtfreund Günter Krefting eine besondere Ehrung zu teil. Er wurde vom 1. Vorsitzenden des LV, Reiner Schwarzelmüller zum MEISTER DER WESTFÄLISCHEN RASSEKANINCHENZUCHT ernannt. Der Zuchtfreund Günter Krefting wurde am 7. Mai 1966 Mitglied des KZV W 541 Stüter und gehört seit 1968 ununterbrochen als Kassierer zum Vorstand unseres Vereins.

Einen großen Erfolg konnte unser Zuchtfreund Mark Lorenz bei der Bundesrammlerschau am 11./12. Februar 2017 in Erfurt  erzielen. Mit seinen Hasenkaninchen, rotbraun konnte er den Titel des Bundessiegers mit 97,5 Punkten erringen. Er stellte außerdem einen weiteren mit 97,0 Punkten bewerteten Rammler aus (MEO-FS) und rundete das Gesamtergebnis mit 96,5 Punkten + 96,0 Punkten ab.

Natürlich hat sich auch die Außendarstellung einiger Kaninchenzuchtvereine in den letzten Jahren verändert und es werden die Möglichkeiten des World Wide Web genutzt. So ist auch, dank unseres Webmasters Tobias Vogelbruch, der Rassekaninchenzucht-Verein W 541 Stüter unter www.w541-stüter.de im Internet präsent.

Weitere Aktionen zur Außendarstellung unseres Hobbys werden immer wieder neu überdacht. So besuchten im April 2017 einige Züchter das Seniorenheim Haus „Am Quell“ in Sprockhövel und stellten ihre Kaninchen den Bewohnerinnen und Bewohnern zu einer „Streichelstunde“ zur Verfügung. Die Informationen zur Pflege und Aufzucht aber insbesondere das Streicheln und Kuscheln mit den Tieren bereitete sowohl den Senioren als auch den beiden Mitgliedern unserer Jugendgruppe Lasse & Henny Lorenz große Freude. Die WAZ berichtete ausführlich von diesem gelungenen Nachmittag.

Im Jahre 2017 hat unser Verein 29 Altzüchter, 2 Jungzüchter und in der Handarbeits- und Kreativgruppe w 452 Stüter sind 12 Frauen gemeldet.

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