Chronik des Kreisverbandes

Im Vergleich zu anderen Kreisen in Nordrhein-Westfalen ist der Ennepe-Ruhr-Kreis klein. Trotz einer hohen Besiedlungsdichte (860 Einwohner pro Quadratkilometer) verfügt er, aber über ein großes landschaftliches Potenzial.

70 Prozent der Fläche stehen für Freizeit und Erholung zur Verfügung. Ausgedehnte Wälder, Täler und Auen, idyllische Fluss- und Bachläufe mit Stauseen und Talsperren einerseits sowie eine Jahrhunderte alte bäuerliche Kulturlandschaft anderseits bestimmen das Landschaftsbild.

Das heutige Kreisgebiet gelangte mit dem Vertrag von Essen (1.5.1243) in den Besitz der Grafen von der Mark.

Durch das "Gesetz zur kommunalen Neugliederung des Rheinisch-Westfälischen Industriegebietes" wurden die Grenzen des Ennepe-Ruhr-Kreises zum 1. August 1929 festgelegt. Sitz der Kreisverwaltung wurde die seinerzeit mit 22.753 Einwohner größte Stadt Schwelm.

Die letzte Gebietsreform wurde 1975 vollzogen. Witten – bis dahin selbstständig und zwischenzeitlich mit der Stadt Herbede zusammengelegt – wurde mit 109.000 Einwohnern in den Ennepe-Ruhr-Kreis aufgenommen. Mit heute neun Städten kann der Kreis 2004 auf eine 75-jährige Geschichte zurückblicken. Die zahlreichen kommunalen änderungen und Neugliederungen wirkten sich auch auf die Entwicklung der drei Kreisverbände der Kaninchenzüchter aus. Bereits zwischen 1899 und 1907 wurden die ersten Kaninchenzuchtvereine gegründet. So im Jahre 1899 der KZV Schwelm, im Jahre 1904 Ennepetal-Vörde und im Jahre 1906 Witten-Bommern. Die Kaninchenzuchtvereine des Ennepe-Ruhr Kreises wurden im Laufe der Zeit bis einschließlich 1977 in drei Kreisverbände eingeteilt: Hattingen, Witten und Ennepetal. Erst zum 1.1.1978 beschloss der Landesverband der Kaninchenzüchter Westfalen-Lippe, dass diese drei Kreisverbände sich zu dem neuen Kreisverband Ennepe-Ruhr zusammenschließen mussten.

Der Großkreisverband Ennepe-Ruhr war geboren.

In der Gründungsversammlung wurde beschlossen, dass die bisherigen drei Kreisverbände ihre Eigenständigkeit nach Innen behalten sollten. In der Außenwirkung, vor allem gegenüber des Landes- und Zentralverbandes gibt es seit dieser Zeit jedoch nur noch einen Kreisverband.

Die drei "alten" Kreisverbände wurden Kreisgruppen und erhielten die Namen EN-Ost (Witten), EN-West (Hattingen) und EN-Süd (Ennepetal). Diese Regelung besteht noch heute. Allerdings wachsen die Gruppen durch gemeinsame Veranstaltungen immer mehr zusammen, so werden mittlerweile gemeinsame Kreisrammlerschauen, Kreisjugendschauen und Kreisjungtierschauen durchgeführt. Zum ersten Vorsitzenden des Kreisverbandes Ennepe-Ruhr wurde im Jahre 1978 der Zuchtfreund Werner Steinbrink gewählt. Er hatte dieses Amt 20 Jahre inne und trat im Jahre 1998 aus gesundheitlichen Gründen zurück. Er wurde zum Ehrenvorsitzenden im Kreisverband Ennepe-Ruhr gewählt. Leider verstarb unser Zuchtfreund Werner Steinbrink viel zu früh, ein Jahr nach dem er seine ämter niedergelegt hatte.

Von 1999 bis 2003 wurde Jürgen Vogelbruch 1. Vorsitzender des Kreisverbandes. Er stellte sein Amt am 8. April 2003 aus beruflichen Gründen zur Verfügung, arbeitet im Kreisverband Ennepe-Ruhr jedoch als 2. Vorsitzender weiter mit.

Willi Naumann, bisher sein Stellvertretender, übernahm das Amt des 1. Vorsitzenden.

Besonders zu erwähnen sei noch, dass seit 1978 der Zuchtfreund Günter Krefting 1. Schriftführer im EN-Kreis ist.